Rootserver

HowTo’s und Tutorials, wie man einen Rootserver einrichtet.

Warum ich den Server so installiere, wie ich ihn installiere

Tilmann hat mich in einem Kommentar darauf aufmerksam gemacht, dass ich nie wirklich erklärt hab, warum ich den Server so aufsetze und zum Beispiel keine Partitionen erstelle oder ein Update des zugrundeliegenden Betriebssystems vorsehe. Danke für den Hinweis! Das ist nämlich, wenn man es nicht weiß, wirklich nicht einfach nachzuvollziehen.

Linux Serverbetriebssysteme wie das von Ubuntu oder Debian werden in der Regel mit einem 5-Jahre-Support versehen. Fünf Jahre lang erfährt eine bestimmte Version Updates – vor allem Sicherheitsupdates. Die Komponenten innerhalb des Betriebssystems haben aber meist einen „Feature Freeze“, sprich es werden zum Beispiel für PHP 5.6 Sicherheitsupdates eingespielt, aber es findet kein Update auf die nächste Version statt.

In der Prä-Docker-Ära hatte ich hier dann Probleme, weil nach zwei Jahren dann meistens eine der Kernkomponenten veraltet war und nicht mehr geupdatet wurde. Das Ding innerhalb des Betriebssystems selber auf einen neuen Stand zu bringen, ist spektakulär gescheitert (php 5.6 auf 7.0). Also bleibt einem an dieser Stelle nur zwangsweise das Update auf die nächste Version des Betriebssystems.

Mit Docker hat sich das dann grundlegend geändert: Zwar werden die Kernkomponenten des Betriebssystems immer noch nicht so aktualisiert, wie wir das gerne hätten. Ist uns aber an der Stelle egal, weil wir zum Beispiel die PHP-Variante sowieso mittels Docker in das Image packen und die Container dann mit der von uns gewünschten Variante läuft. Sogar mit unterschiedlichen Versionen auf der gleichen Maschine – was ein echtes Zuckerl von Docker ist…

Nachdem wir unsere Komponenten also selber aktuell halten und nicht mehr von der Datenbank-, Webserver- oder PHP-Version des Betriebssystems abhängig sind, können wir das auch die vollen fünf Jahr durchlaufen lassen, weil es unseren Containern im Endeffekt schlicht egal ist, ob die auf Debian 9, 10 oder 11 laufen.

Und am Ende der fünf Jahre des Supportzeitraums der Betriebssysteme gibt es seitens der Serverhardware so dramatische Fortschritte, dass ich das „alte“ Paket kündige und gleich auf ein neues umsteige. Mit dreifacher Leistung zum selben Preis oder halt gleiche Leistung günstiger. Das alte Betriebssystem stirbt zusammen mit dem betagten Server. Und ein neuer Server wird geboren, auf dem dann das aktuellste Betriebssystem installiert wird, welches dann seinerseits wieder fünf Jahre halten soll. Inshallah. Die Container ziehen wir einfach auf die neue Maschine und feuern sie hoch. Nach einer DNS-Aktualisierung sollten die auch alsbald unter der neuen Adresse erreichbar sein.

Darum erstelle ich keine extra Partitionen für /var oder /home, die das Update des Betriebssystems einfacher gestalten würden. Weil ein Update schlicht nicht vorgesehen ist. Und eine Partition einfacher verwaltet werden kann.
Gut, hat auch Nachteile, aber wenn man aufpasst, dass einem die Platte nicht vollläuft, kann so viel nicht schief gehen ;)

Das ist der Grund, warum ich das System so aufsetze.

Jeder, der einen anderen Update-Zyklus fährt, oder sich Vorteile von einer anderen Partitionierung verspricht, soll das natürlich gerne tun! Da rede ich niemandem drein.

Und wenn Du Dir warme Gedanken gemacht hast, wie Du die Maschine installieren möchtest,
legen wir in Teil 1 los mit der Installation des Server-Images von Netcup!

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