Bitte lies Dir den Disclaimer durch, bevor Du eine Anleitung umsetzt...

Haftungsausschluss / Disclaimer

Keine Verbindung zum Mailserver? Telekom Kunde? Speedport Router? Bingo!

Dein eigener Mailserver schnurrt, Du bekommst aber keine Verbindung? Die Firewall des Servers schon zum dritten Mal geprüft? Immer noch nur Timeouts…?

Wenn Du Telekom Kunde bist und einen Speedport Router hast, dürfte dort die Lösung Deines Problems verborgen sein…

Das ist kein Bug, sondern ein Feature!

Dieser ausgelutschte Spruch trifft den Nagel hier ziemlich auf den Kopf.

Keine Verbindung!

Was habe ich bei dem Mailserver-Tutorial am Ende Blut und Wasser gerotzt. Keine Verbindung. Nichts. Aber die Ports der Firewall sind offen. Vielleicht klemmt die Firewall. Also komplett aus. Immer noch keine Verbindung. Noch mal Ports überprüfen. Ports sind offen. Programme laufen. Server lauschen. Keine Verbindung…

Ich drehe mich im Kreis. Stundenlang habe ich sämtliche Möglichkeiten ausprobiert. Ich hatte sogar das Neuinstallieren des Servers erwogen, da irgendwo wahrscheinlich ein unbemerkter Fehler drin stecken muss. Irgendwo in den Untiefen der Config. Irgendwas klemmt. Und ich komm nicht drauf. Keine Verbindung…

Wendepunkt

Dass es an meiner eigenen Leitung hängt, hatte ich erst mal nicht in Erwägung gezogen. Warum auch? Geht doch alles. Internet läuft. Der Google Mailserver macht auf allen Ports eine saubere Verbindung. So what?!

Bis ich versucht habe, mit einem Port-Scanner einer WebSite die offenen Ports meines Servers zu scannen. Also ‚vom Internet aus ins Internet‘, nicht ‚von mir aus ins Internet‘. Und UN-GE-LAUB-LICH: Port 465 ist offen! Port 587 und all die anderen auch…

Dann probierte ich, von einem anderen Server über Port 465 auf den neuen Mailserver zuzugreifen. Testweise per Telnet. Und – BINGO! Verbindung möglich.
Noch mal von meinem Computer aus getestet – keine Verbindung.

Dann hatte ich aber erst unseren Core-Switch in Verdacht, dass da was verkonfiguriert ist… Aber der war auch unschuldig.

Bis ich schließlich dann doch, nach ungefähr fünf verbrannten Stunden Fehlersuche, im Netz den entscheidenden Hinweis gefunden habe. Lustigerweise sogar in einem Telekom-Forum. Bin wohl nicht der Einzige, der da drüber gestolpert ist.

Die Lösung

Die Lösung ist so simpel wie perfide: Unsere liebe Telekom baut eine „Liste sicherer Mailserver“ in ihre Plastik-Router ein. Und die ist per Default aktiviert.

Auf dieser Liste ist das „Who-is-Who“ der großen Telekom-Unternehmen vertreten: Die Server der Telekom, 1und1, AOL, Arcor, WEB.DE, Freenet, GMX, Googlemail, Yahoo, O2, Kabel Deutschland, etc. pp. sind allesamt drauf und dadurch „Whitelisted“. Auf diese Server können wir problemlos zugreifen.

Aber alles, was NICHT auf der Liste steht, wird automatisch für die „Mail-Ports“ „Blacklisted“ – geblockt.
Und unser Server steht da natürlich nicht drauf…

Der Hintergrund ist ja Edel und Gut: Hat sich unser Computer einen Trojaner eingefangen, würde der wahrscheinlich über unsere Maschine Mails verschleudern. Das wird mit der „Sperrliste“ unterbunden. Unterbunden wird aber natürlich auch jedweder „gerechtfertigter“ Zugriff auf unsere Mailserver, die eben nicht in der Liste stehen.

Bug? Feature? Hier mag der geneigte Leser selbst entscheiden…

Schritt für Schritt

Zum Glück hat man dann doch so weit gedacht, dass man der Liste manuell Server hinzufügen kann. Und so funktioniert’s:

Wir loggen uns im Speedport ein und klicken auf „Internet“. telekom-speedport-übersicht

Nun wählen wir im Menü die „Liste der sicheren E-Mail-Server“ aus. Im Hauptfenster dann auf das Dreieck vor „Liste der erlaubten E-Mail-Server“ klicken. Dann klappt die Liste aus. Ganz unten drücken wir auf „Weiteren E-Mail-Server eintragen“. telekom-speedport-internet-sichere-mailserver-1

Es öffnet sich eine Maske zur Eingabe der URL. Hier tragen wir den Host-Namen unseres Mailservers ein und klicken anschließend auf „Speichern“. telekom-speedport-internet-sichere-mailserver-2

Nun sollte unser Server auch auf der Liste stehen und mit einem grünen Häkchen signalisieren, dass der Eintrag erfolgreich war. Wir können uns jetzt wieder ausloggen. telekom-speedport-internet-sichere-mailserver-3

Und – „hear it now, believe it later“ – ab jetzt ist die Verbindung zum Mailserver problemlos von unserem Rechner aus möglich!
Da wundert sich der Experte, während der Laie Bauklötzchen staunt !!!

Fazit

Unbedingt hellhörig werden, wenn Bekannte oder Eltern, denen Du ein Postfach auf Deinem Server eingerichtet hast, keine Verbindung darauf zustande bringen…

Wie man hier anschaulich sieht, kann ein Fehler, den man in der Config des Servers, seiner Firewall oder sonst wo vermutet, durchaus aus einer ganz anderen Richtung kommen.

„Expect the Unexpected!“

Ein Server hält Dich auf Trab. So viel ist schon mal sicher. Jeden Tag ein neues Wunder. Jeden Tag eine neue Herausforderung. Normale Leute kaufen sich ein Puzzle… Der „Admin“ „erfreut“ sich derweil an seinem Server… Hell Yeah!

Anzeige *

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.