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Mailcow installieren – der „dockerisierte“ Mailserver

Anlegen einer Domain, Mailbox und Alias

In der Menüleiste öffnen wir erneut das Drop-Down-Menü von „Konfiguration“ und wählen hier „E-Mail-Setup“.

Domains

Bei Mailcow müssen wir zuerst die Domains anlegen, für die sie sich später um Postfächer und Weiterleitungen kümmern soll. Dazu klicken wir unten auf den grünen Punkt „Domain anlegen“. Es öffnet sich ein Fenster mit Datenfeldern. „Domain“ und „Beschreibung“ müssen wir beide ausfüllen. Zuerst legen wir eine Domain für unseren Mailserver an. Bei mir wäre das „xp-server.de“ als Domain. Die restlichen Werte lasse ich so stehen, es sei denn, wir wissen schon, ob wir mehr Postfächer, Aliasse oder Speicherplatz benötigen. Unten drücken wir dann den Button „Nur Domain hinzufügen“.

Diesen Schritt wiederholen wir jetzt für alle Domains, für die Mailcow später zuständig sein soll.
Keine Sorge, die DNS-Einträge der Domains brauchen noch nicht vorhanden sein. Die editieren wir später, wenn wir die DKIM-Schlüssel haben…

Postfächer (Mailbox)

Ein „Postfach“ ist das „Real Thing“. Eine „echte“ Mailadresse, in die wir per Benutzer / Passwort einloggen und die E-Mails empfangen, verschicken und speichern kann.

Oben bei den Reitern stellen wir nun von „Domains“ auf „Mailboxen“ um. Neue Postfächer legen wir mit dem grünen Button „Mailbox hinzufügen“ an. Auch hier öffnet sich ein Fenster mit Eingabefeldern.

Auf den Screenshots lege ich gerade den Fun-User „schneller@raser.de“ an. Für unsere Mail-Domain wählen wir was anderes:

Als erstes wählen wir die Domain über das Drop-Down-Menü aus. Dann geben wir dem Postfach seinen Namen (erstes Feld, der „linke“ Teil der Mailadresse). Hier wähle ich „postman“. Wir können ein Quota für das Postfach festlegen und müssen dann ein Passwort wählen, das wir zwei Mal eingeben.

Sehr cool ist die Funktion „Check against haveibeenpwned.com“, die eine Passwort-Datenbank beauskunftet, ob unser Passwort eventuell schon einmal geleaked wurde. In dem Fall rate ich strikt davon ab, es zu verwenden, da wir für Wörterbuchattacken extrem anfällig wären…

Sind wir fertig mit den Eingaben, klicken wir auf „Hinzufügen“ und unser Postfach ist aktiv!

Hinweis: Über dieses Postfach (postman@xp-server.de) versenden wir später die E-Mails von allen unseren Diensten und Anwendungen (WordPress, Matomo und Nextcloud). Es funktioniert aber auch jedes andere Postfach, auf das wir Zugriff haben…

Weiterleitungen (Alias)

Eine „Weiterleitung“ kann E-Mails empfangen, diese aber nicht speichern und auch keine Mails versenden. Die Weiterleitung stellt E-Mails nur in ein anderes Postfach zu. Die Alias-Funktion von Mailcow ist sehr mächtig: Es kann eine 1:1, 1:n, n:1 oder n:m bzw. sogar eine „Catch-All“-Weiterleitung angelegt werden. Dazu gleich mehr:

„Normale“ Weiterleitung(/en)

Oben bei den Reitern wählen wir „Aliasse“ und im Drop-Down ebenfalls „Aliasse“. Eine neue Weiterleitung legen wir mit einem Klick auf den grünen Button „Alias hinzufügen“ an. Die „Quelle“ muss eine Domain sein, die von unserer Mailcow verwaltet wird. Das Ziel darf auch außerhalb unseres Mailservers liegen.

Der einfachste Fall wäre eine 1:1 Weiterleitung:
Wir möchten „info@xp-server.de“ an „postman@xp-server.de“ weiterleiten. Dazu tragen wir „info@xp-server.de“ oben als Quelle und „postman@xp-server.de“ unten als Ziel ein. Wir müssen nur darauf achten, dass hier die komplette E-Mail Adresse eingegeben werden muss. Mit „Hinzufügen“ speichern wir unsere Weiterleitung.

Die „Sonderfälle“ funktionieren im Prinzip genau so…
Eine 1:n Weiterleitung leitet eine Quelle auf mehrere Ziele um. So könnten wir alle Mails, die auf „info@xp-server.de“ aufschlagen, auch an zwei Adressen leiten. Einfach bei Ziel „postman@xp-server.de,fiedler@cpf.de“ eingeben. Dann würde jede Mail von „info@xp-server.de“ sowohl an „postman@xp-server.de“ als auch an „fiedler@cpf.de“ weitergeleitet werden.

n:1 ist das Spielchen anders rum: Wollen wir zum Beispiel die Adressen „postmaster@xp-server.de“ und „abuse@xp-server.de“ zusammen auf eine Adresse weiterleiten, schreiben wir die beiden bei „Quelle“ durch Komma getrennt und bei Ziel dann zum Beispiel „fiedler@cpf.de“. Das spart uns das Anlegen von zwei Einzel-Aliassen.

n:m wäre dann „postmaster@xp-server.de“ und „abuse@xp-server.de“ an sowohl „postman@xp-server.de“ als auch „fiedler@cpf.de“. Hier tragen wir – ganz logisch – oben die beiden Quellen kommagetrennt und unten, ebenfalls kommagetrennt, die beiden Ziel-Adressen ein.

„Catch-All“ Weiterleitungen

Ein „Catch-All“ ist eine Besonderheit bei den E-Mail Weiterleitungen. Er steht für „Alles außer unseren angelegten Postfächern und Aliassen“. Eingerichtet wird er als Quelle mit „@xp-server.de“. Dann würden *alle* Phantasieadressen von xp-server.de, die nicht bereits als Postfach oder Weiterleitung angelegt worden sind, von der Regel erfasst (blabla@, xxx@, werzp@ uswusf…).

Früher war das eine beliebte Art, „alle“ Postfächer in einem zu bündeln. Mit dem heutigen Spam-Aufkommen rate ich aber davon ab, einen Catch-All zu verwenden…

„Domain“ Aliasse

Ein Domain-Alias schreibt den „rechten“ Teil der E-Mail Adresse um. Haben wir zum Beispiel die beiden Domains „xp-server.de“ und „xpserver.de“ einmal mit und einmal ohne Bindestrich, brauchen wir für die „Nebendomain“ nicht noch mal Postfächer anlegen. Ein „Catch-All“ Alias würde uns aber zu viel Spam von der Nebendomain mitnehmen. „Normale“ Aliasse sind eventuell umfangreich anzulegen und müssen gepflegt werden.

Abhilfe schafft hier einen Domain-Alias: Als Quelle „xpserver.de“ und im Drop-Down-Menü wählen wir die „xp-server.de“ aus. Mit „Hinzufügen“ schalten wir den Alias aktiv.

Jetzt wird jede Mail, die an [xxx]@xpserver.de versendet wird, auf [xxx]@xp-server.de zugestellt. Dort gelten dann die jeweiligen Postfächer, Aliasse und Regeln.

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