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WordPress Docker Container

Verzeichnisse und docker-compose Datei erstellen

Wir legen wie erwartet ein Verzeichnis „wordpress.xp-server.de“ unterhalb von „/var/www“ an. In diesem Verzeichnis befinden sich dann die „docker-compose“-Datei und das Verzeichnis mit der eigentlichen Anwendung von WordPress.

Im Gegensatz zur Nextcloud Installation brauchen wir hier kein separates Datenverzeichnis.

Das Setup der „docker-compose“-Datei sollte uns jetzt keine Probleme mehr bereiten. Das haben wir ja mittlerweile schon ein paar mal gemacht :)

mkdir -p /var/www/wordpress.xp-server.de
nano /var/www/wordpress.xp-server.de/docker-compose.yml
### WordPress
### docker-compose.yml
###
##Start
version: '3'
services:

 wordpress:
  image: wordpress-php73-apache:latest
  container_name: wordpress
  restart: always
  networks:
   - intern
   - web
  ports:
   - 80
  environment:
   WORDPRESS_DB_NAME: wp_data
   WORDPRESS_DB_USER: wp_user
   WORDPRESS_DB_PASSWORD: 'unglaublichsicherespasswort'
   WORDPRESS_TABLE_PREFIX: tprefx_
   WORDPRESS_DB_HOST: maria104master:3306
  labels:
   - "traefik.enable=true"
   - "traefik.backend=wordpress"
   - "traefik.frontend.rule=Host:wordpress.xp-server.de"
   - "traefik.docker.network=web"
   - "traefik.frontend.headers.STSSeconds=315360000"
   - "traefik.frontend.headers.browserXSSFilter=true"
   - "traefik.frontend.headers.contentTypeNosniff=true"
   - "traefik.frontend.headers.forceSTSHeader=true"
   - "traefik.frontend.headers.STSIncludeSubdomains=true"
   - "traefik.frontend.headers.STSPreload=true"
   - "traefik.frontend.headers.frameDeny=true"
  volumes:
   - ./wpdata:/var/www/html
  external_links:
   - maria104master

networks:
  intern:
    external: true
  web:
    external: true
##EOF

Die „docker-compose“-Datei ist bis auf kleine Anpassungen ziemlich das, was wir bei den vorhergehenden Dateien schon kennengelernt haben:

Zeilen 5-8: Wir deklarieren die Version (3) und den Namen des Services (wordpress).

Zeile 9: Als Image verwenden wir unser frisch gebackenes eigenes WordPress Image des vorherigen Kapitels. Die Versionsbezeichnung „:latest“ sorgt dafür, dass wir immer das mit „:latest“ getaggte Image laden.

Zeile 10: Containername für Docker: wordpress
Ist an der Stelle vielleicht inkonsequent, da ich die Container wie auch die Backends eigentlich mit der vollen URL benennen sollte. Da wir aber im Moment nur eine Instanz von WordPress hochfahren, verzichte ich auf den vollen Domainnamen…

Zeile 11: Unser CMS soll natürlich immer laufen, bzw. nach einem Neustart des Servers automatisch mit neu gestartet werden, daher „restart: always“.

Zeilen 12-14: Wir brauchen beide Docker-Netzwerke. Das Interne für die Verbindung zur Datenbank und das „Web“ zum Internet über unseren Reverse-Proxy Traefik.

Zeilen 15+16: Wir docken Traefik auf Port 80 an den Container an.

Zeilen 17-22: Über die „Environment“-Variablen übergeben wir den Datenbank-Server, den Namen der Datenbank, des Benutzers und das Passwort intern an WordPress, damit wir das beim Setup nicht mehr einzustellen brauchen. Hier musst Du Deine eigenen Werte eintragen!
Das „Table Prefix“ ist eine vor den eigentlichen Tabellennamen angestellte Zeichenkette, die verhindern soll, dass die Tabellennamen, die ja bekannt sind, einfach so „erraten“ werden können. Einfach ein paar Zeichen eingeben und mit einem Unterstrich von den folgenden Tabellennamen trennen. Hat im täglichen Betrieb sonst keine Bedeutung und steigert nur ein wenig die Sicherheit…

Zeilen 23-34: Die Traefik-Label, welche diverse Einstellungen an unseren Reverse Proxy Dienst übergeben.
Zeile 26 bitte mit Deiner URL ersetzen, damit die Verbindung ins Internet und das Anfordern des Zertifikats klappt!
Wichtig! Hier bespreche ich ja nur den Einsatz von einer Subdomain, „wordpress.xp-server.de“. Möchten wir stattdessen eine „Haupt“-Domain mit und ohne „www“ online bringen, müssen wir beide Varianten in die Zeile schreiben. Die „Hauptdomain“ als erstes. Also für „www.xp-server.de“ schaut die Konfiguration dann wie folgt aus:

   - "traefik.frontend.rule=Host:www.xp-server.de,xp-server.de"

Hintergrund: „www.xp-server.de“ und „xp-server.de“ sind aus Sicht des DNS zwei völlig unterschiedliche Adressen, auch, wenn sie auf den gleichen Server zeigen. Traefik muss folgerichtig beide kennen, damit er a) beide auf den WordPress Container leiten und b) für beide ein Zertifikat besorgen kann. WordPress kümmert sich dann um das Weiterleiten der Adresse von „nicht www“ auf „www“, damit „www.xp-server.de“ und „xp-server.de“ nicht gleichzeitig mit unterschiedlicher URL aufrufbar sind. Das würde Google abstrafen… Darum erscheint oben im Browser, falls jemand „xp-server.de“ eingibt, gleich „www.xp-server.de“. Die Webseite ist einzig mit dieser URL im Netz.

Zeilen 35+36: Hier richten wir einen Volume-Mount ein, damit die ganze WordPress-Anwendung nebst aller Daten, Plugins, Themes und unseren Uploads persistent auf unserem Host gespeichert wird. Der Inhalt des „/var/www/html“-Verzeichnisses des Containers wird relativ zum Basisverzeichnis unseres Hosts „/var/www/wordpress.xp-server.de“ in das neue Verzeichnis „wpdata“ gespeichert.

Zeilen 37+38: Der externe Link zum MariaDB Container wird eingerichtet.

Zeilen 40-44: Die Netzwerke werden noch einmal aufgelistet und über „external“ mitgeteilt, dass diese Netzwerke beim Schließen des Containers nicht gelöscht werden sollen.

WordPress Container starten, Logfile auswerten

Da wir das Image lokal erzeugt haben, brauchen wir das nicht mehr aus dem Internet herunterladen und können den Container gleich hochfahren lassen.

Bitte beachten: Dieser Vorgang ist zeitkritisch!
Sobald der Container läuft, kann sich theoretisch jeder auf unserer URL einloggen und das Setup beenden. Dann ist das „sein“ CMS, nicht unseres… :/
Also bitte gleich nach dem Hochfahren des Containers über den Browser einloggen und das Setup SELBST abschließen, bevor es jemand anders tut!

docker-compose -f /var/www/wordpress.xp-server.de/docker-compose.yml up -d
docker ps -a
docker logs -f --tail="50" wordpress

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2 Kommentare zu „WordPress Docker Container“

    1. Noch mal Danke für diesen Hinweis, Christian!

      Da dachte ich, dass sich im WordPress Image das Apache Modul „remoteip“ darum kümmert?

      Vorher hab ich das über die Datei „.htninja“ im Webroot von WordPress gelöst…
      Mehr Info: http://nintechnet.com/ninjafirewall/wp-edition/help/?htninja

      Wobei die Lösung direkt über die wp-config.php schon sehr elegant ist, muss ich sagen…

      Und gern geschehn! Wenn die ganze Dokumentation für jemand hilfreich war, hab ich sie gerne ins Netz gestellt :)

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